Pulau Bunaken & Tangkoko Nationalpark

Nach unserer entspannten Woche auf den Togeans gings nun weiter Richtung Gorontalo und dann nach Manado, um letztendlich nach Pulau Bunaken rüberzusetzen. Da die Togeans ja relativ abgelegen sind, dauerte dies rund 12 Std. mit der Fähre nach Gorontalo, dann nochmal 7 Std. mit dem Auto nach Manado wo wir zusammen mit Alex (Brite, Englischlehrer in Jakarta) uns einquartierten und einen Internet- und Büroabend veranstalteten. Mit Alex hatten wir gemeinsam viel Spaß und tranken Bier bis spät in den Abend hinein. Am nächsten Morgen fragte ich am Pier, ob die Ãœberfahrt nach Pulau Bunaken momentan auch wirklich sicher wäre – da doch etwas Seegang herrschte und unsere Philippinenerfahrung noch etwas nachklang… Nur welche Antwort sollte man von jemandem erwarten, der mit der Fahrt 1/5 seines Monatsgehaltes verdient – „Nein, momentan lieber nicht…“ hahaha. Also rauf aufs „Speedboot“ – besser gesagt ein Holzboot mit überdimensioniertem Motor – einem anderen Boot während der Fahrt beim absaufen zugeguckt während das Rettungsboot auf dem Wege war und selber Wasser geschöpft damit wir nicht das gleiche Schicksal erleiden… Nach knapp 45 Minuten Zitterpartie und einem sichtlich erleichtertem und aufjauchzendem Kapitän kamen wir in Daniels Guesthouse an und konnten unseren Adrenalinpegel wieder auf Normalstand zurückfahren. Bunaken hat ein wunderschönes Hausriff zum Schnorcheln, sogar besser als North Pandan Island auf den Philippinen, jedoch war die Insel selber nur mäßig interessant. Auch war das Tauchen zwar schön, wir hatten jedoch aufgrund der Berichte aus Travelguides und anderen Travellern mehr erwartet. So machten wir ein paar Tauchgänge, relaxten beim Regenwetter und verbrachten die Abende mit einem jungen Pärchen aus Bayern beim Doppelkopf und Skat spielen. Inzwischen bin ich richtig geübt im erklären der beiden Spiele – sogar Alex dem Briten haben wir Skat beigebracht! 😉 Nach 4 Tagen wurde uns auf Bunaken langweilig und wir brachen in neue Gefilde auf: Tangkoko Nationalpark, um Tarsire zu sehen – einem der kleinsten Affen der Welt. Nachdem ich Gorillas und Orang-Utans gesehen habe, wollten wir uns doch auch mal das Gegenteil angucken. So trekkten wir in den Dschungel von unserem „Tarsius Homestay“ und bei Dämmerung kam dann die kleine Familie zum Vorschein: lange Finger, riesige Augen und ein süsses Gesicht mit den großen Ohren dazu, wie ein Gremlin. 🙂 Morgen gehts zurück nach Manado, bevor wir dann am frühen Morgen darauf nach Singapur fliegen werden. Silke wird dann nach Frankfurt weiterfliegen (dann Argentinien) und ich besorge mir eine neues Visum für Indonesien, um dann meinen Divemaster in Angriff zu nehmen. Anbei habe ich noch ein Foto vom Strand auf den Togeans von Pulau Kadidiri mit Beschreibungen beigefügt, damit ihr ungefähr wisst, wo ich die nächsten ~6 Wochen abhänge… In Singapur werde ich mich mit Ohrentropfen und Antibiotika eindecken, damit ich diese wunderschönen Scheissgewässer überlebe. Habe inzwischen bereits den nächsten getroffen, der sich hier eine Ohreninfektion geholt hat. Weiterhin muss unbedingt eine neue Badehose her, wenn möglich ein langer 3mm Neoprenanzug, eine Mütze (für die Bootsfahrten wegen der Ohren), Kreuzworträtsel (sonst bekomme ich Inselkoller) und Bücher!!! Echt beschissen, das ich wegen einem einzigen blöden Visa 300 USD an Flügen zahlen muss…

Category: Sulawesi
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One Response
  1. Heinz Matthiesen sagt:

    Hast du es gut!!!