Archive for the Category »Philippinen «

Romantischer Abend mit Ameisen und Moskitos

Da unser Visa für die Philippinen sobald schon ausläuft und die Ostküste leider noch zu schlechtes Wetter hat, als es sich lohnen würde das Visa zu verlängern, haben wir uns entschieden übermorgen weiter zu fahren. Tauchen haben wir vorerst genug von, jetzt gehts ins Landesinnere von Borneo und Sulawesi. Wir blieben somit im Kokusnuss Resort die restlichen Tage und machten von hier aus Ausflüge. Einerseits zu den heißen Quellen – sehr lustig bei 30° Grad Außentemperatur in 50° Grad heißes Wasser zu steigen – da muss man echt auf den Kreislauf aufpassen. Silke lernte dort einen Fischer kennen, der uns Inselhopping anbot – worauf Silke natürlich ganz heiß war. 😉 Also handelte sie mit ihm Inselhopping mit einer Ãœbernachtung am einsamen Strand plus Lunch und Dinner aus. Am nächsten Morgen gings dann direkt los – erstmal einkaufen auf dem Markt (zwei große Fische für umgerechnet gerade mal 50 Cent) und dann los zur Twin Lagoon und dann nach Site Pecados – ein wunderschönes Riff zum Schnorcheln, wo es dann auch Lunch gab. Danach gings weiter zu unserem einsamen Strand. Der wurde auch direkt mal von einer Gruppe Japanischer Ladyboys in Beschlag genommen, die aber Gott sei Dank schnell sich wieder verzogen. Danach gesellten sich nur noch die Hunde, sowie hunderte von Ameisen und Moskitos zur uns… Aus dem einsamen Strand wurde daher ein Kampf gegen jegliche Blutsauger – der Strand sollte wohl gesagt sogar Moskito und Nic Nic-frei sein. Wir ließen uns dann frühzeitig abholen und faulenzten den Rest des Tages. Heute erkundeten wir Busuanga per Roller bis nach Salvation – 52km Schotterpiste hin- und zurück. Der Ort Conviction hatte uns echt überrascht. Schade das wir dieses Eiland vorher nicht gefunden hatten. In der Pier House Lodge (www.pierhouselodging.com) kann man echt wunderschön übernachten und bieten sogar relativ preiswerte Bungalows zusätzlich für 800 Peso an.

Category: Philippinen  Comments off
Silkes Liebe zum Wracktauchen

Knapp 7 Tage hatten wir nun auf Pandan Island verbracht und nun gings auf zum Wracktauchen nach Busuanga Island (Coron). Ein Transportschiff fuhr leider nur sehr unregelmäßig, also mussten wir für 100km Luftlinie stattdessen 300km nach Manila fliegen und weitere 400km nach Busuanga. Später erfuhren wir, das sehr wohl doch Fähren fuhren. Aber so ist es halt in solchen Ländern… Auf Busuanga Island haben wir uns in Kokusnuss Resort eingebucht (schöne & preiswerte Palmenbungalows für 450 Peso!) und uns dann auf Tauchschulensuche gemacht. Gebucht haben wir dann bei Rocksteady Divers, da diese kleine Gruppen zum Tauchen haben, das Equipment ok war (d.h. noch im Rahmen – über seine Sicherheit & Gewissenslosigkeit der Tauchschulen kann man da schon seine Zweifel bekommen…). Silke wollte ihren Advanced Open Water Diver hier machen und ich machte mich direkt zum Wracktauchen auf – am Morgen um 08:00 Uhr gings los. Das Tauchboot hatte ich zusammen mit einem Schweizer für mich allein und am Folgetag mit gerade mal 4 weiteren Tauchern (und Silke) – YES! So solls sein! Dann gings runter, miserable Sicht von nur 5m und plötzlich tauchen aus dem Zwielicht die ersten Umrisse auf: ein 150m langes japanisches Wrack (Irako), aus dem zweiten Weltkrieg, versenkt von den Amerikanern – ünd überall drumherum noch Bomben am liegen – ich fragte mich die ganze Zeit, ob die wohl noch aktiv sind?! Naja, da ich nicht der erste hier war, werden andere Taucher es sicherlich schon ausprobiert haben. Nach einigen Metern und am Grund sehr guter Sicht, gings rein ins Wrack in einen dunklen aber relativ kargen Raum. Der Raum war ziemlich langweilig und ich wunderte mich schon, was da sollen, bis ich eine Öffnung von ca. 50cm Durchmesser und knapp die selbe Höhe sah – und DA sollten wir durch?! Ich wusste ja, das Wracktauchen schon mal beengend sein kann, aber das es manchmal so kleine Öffnungen sein mussten, hatte ich nicht erwartet. Also Schultern eingefaltet, Bauch einziehen, Augen zu und durch – unser 1,6m Philippino Guide mit 50kg hatte natürlich keine Probleme! Drinnen waren wir dann im Transmitterraum, wo ich dann auch noch an irgendeiner Leine mit der Flasche hängen blieb und ich mich erst mal entwirren musste – bei 35m Tiefe und eine NoDecompression Time von weniger als 15 min. Da wurde auch mir mulmig. Auftauchen geht nicht, einfach raus geht auch nicht – keine offenen Fenster oder sonstige Öffnungen und bloß nicht den Matsch unter einem Berühren, sonst sieht man gar nichts mehr… Dann gings rein in einen stockfinsteren Tunnel der zur Küche führte und danach endlich in die großen Laderäume – mit Platz: Alte Bulldozer, Traktoren, Geschütze, usw. Spannend anzugucken, wenn man überlegt, was auf diesem Schiff alles passiert sein muss und was die Natur daraus gemacht hat! Immer wieder sieht man große Gruppen von kleinen und großen Fischen. Riesige Batfische von bis zu 60cm Länge und als wir auf dem Deck tauchten, kam ein kleines Wunder für mich: Ãœber uns schwammen hunderte Jackfische in einem engen Schwarm konstant im Kreis. Wie in einem lebenden Zirkel, schwammen die Fische seelenruhig – knapp 10m hoch und 6 – 7m im Durchmesser. Irre anzuschauen! Selbst einer der Tauchguides meinte, das er die Irako bei so guter Sicher und so viele Fische schon lange nicht mehr gesehen hätte! Silke hat dabei einen super Tauchguide (Kevin, Brite) bekommen habt und musste jeden Abend pauken – wurde aber dafür um so mehr vom Wracktauchen angefixt. Schließlich gings auch für sie auf weiter unter 30m runter und durfte auch schon ins Wrack rein. Wir betauchten so 4 Wracks, alle um knapp um die 100 – 150m lang und sehr tief – bis zu 42m. Die war auch für mich eine neue Art des Tauchens, da man sehr hart an die Grenzen der maximal zulässigen Grundzeit kam und wir dadurch bis zu 15min Dekompressionsphasen einlegen mussten. Eine Taucherin gestern kam etwas vorzeitig aus dem Wasser, während ich noch in meiner Dekophase war udn hatte am Abend leichte Anzeichen von Taucherkrankheit. War zwar noch im harmlosen Bereich, aber da zeigte sich auch, das Wracktauchen bei solchen Tiefen nicht ganz ohne ist. Heute Abend müssen wir nun entscheiden wie es weiter geht. Bis nach Puerto Princessa runter wird wahrscheinlich sehr knapp mit der Zeit und eher hektisch. Mal schauen was die kleine sagt.

Category: Philippinen  One Comment
Tauchen am Apo Reef

Und endlich gings zu einem dieser Toptauchspots wo ich mich schon die ganze Zeit drauf freute: Das Apo Reef. Morgens um 07:00 Uhr gings aufs Boot, dann 2 Std. Fahrt hin und dann drei Tauchgänge. 🙂

Category: Philippinen  One Comment
Insel- und Tauchparadies auf den Philippinen

Ich hatte durch Zufall im Lonely Planet einen kurzen Eintrag zu einem klein Inseltraum gefunden: Pandan Island (www.pandan.com). Das tolle dabei: dies ist die einzige Insel mit einem Hotel drauf, die so nahe zum Apo Reef ist, das ohen Liveaboard hinkommt. Alle anderen Insel haben wesentliche längere Anfahrten und werden daher selten nur dafür genutzt. Wir fuhren somit from Taal Volcano nach Batangas mit dem Bus und wollten direkt die Fähre nach Abra de Ilog nehmen. Da kam uns dann allerdings das Wetter dazwischen – zu hoher Wellengang für die Fähre und vorsichtshalber haben wir dann eine Nacht in Batangas übernachtet. Am Abend haben wir dann mal eine richtige Philippinische Küche mal ausprobiert – und keine Ahnung gehabt, was wir auch nur bestellt hatten. Bei mir kam quasi eine Hühner Suppe an und Silke bekam eine glibberige Pampe mit Nudeln und Leber… Nach zwei Proberunden Würgen haben wir die Hühnersuppe nochmal bestellt. 🙂 Am nächsten Morgen gings dann um 08:00 Uhr mit der Philippinischen Rostlaube übers Meer nach Abra de Ilog (Hauptinsel Mindoro) und von dort mit der nächsten Rostbox über Huppelstraßen 4 Std. lang bis nach Sablayan. Da wir nichts gefrühstückt hatten und uns nur von Junkfood ernährt hatten, waren wir am verhungern… Angekommen merkten wir dann auch noch, das es leider doch keine Bank hier gab und der letzte Geldautomat in Batangas war… Fuck. Entweder wird das jetzt ein kurzer Aufenthalt im Paradies oder ein nerviger Trip nach San Jose, um Geld zu holen. Urghs. Kaum angekommen, gings dann mit einem der Fischerboote 25 min. rüber zu unserer Trauminsel. Pandan Island sind genau genommen zwei Insel, North Pandan und South Pandan. Letztere ist von Einheimischen bewohnt und North Pandan hat ein kleines Resort drauf, was sogar echt annehmbare Preise hat – insbesondere dafür, das es auf einer Insel ist. Die gesamte Gegend ist weit ab von jeglichem Tourismus, wir haben auf dem Hinweg einen einzigen Ausländer gesehen. Was für mich ein Traum hier ist, die gesamte Insel hat ein Riff drum herum, was gerade mal 10m vom Strand aus bereits anfängt und dann bis auf rund 20 – 40m Tiefe abfällt. Ich habe bisher selten ein so schönes Riff gesehen wie hier! Gestern und heute habe ich dann auch direkt mal jeweils einen Tauchgang gemacht und war beide mal begeistert: 5 Schildkröten, Seeschlangen, Barakudas, Muränen, riesige Korallenblöcke, Rochen – fantastisch! Und der Hammer wird das Apo Reef. Dieses ist zwar alles andere als ein Schnäppchen zum Tauchen, aber dafür ein Weltklasse Riff. Die Taucher von gestern hatten über 10 Haie gesehen! Dazu gibts gute Hausmannskost und endlich kein Asiatisches Essen mehr – nach zwei Monaten Indisch und Asiatisch freue ich mich gerade auf einigermaßen Europäisches Essen.

Silke-+-Pandan-Island

Silke-+-Pandan-Island

Category: Philippinen  One Comment
Big Trouble in Philippines

Die Reise auf die Philippinen war doch etwas problematisch… Auf Phuket wollte ich eine Nacht spontan billig in Flughafenähe verbringen – mein ausgesuchter Strand war jedoch eine Exklusiv Touri Gegend mit keinen Zimmern unter 1.000 Baht. Ein netter Lastwagenfahrer nahm mich dann nach Phukettown mit wo ich dann mitten im Rotlichtviertel eine Absteige zum einigermaßen passenden Preis fand. Mein Flug ging dann am nächsten Morgen nach Singapur per Tiger Airways (lokale Billigfluglinie – war ein bisschen holprig, aber ok). In Singapur hatte ich knapp 5 Std. Aufenthalt und machten einen kurzen Abstecher in die Stadt für 1,5 Stunden – Wow! Absolut sauber, tip top Zustand – der Innenstadtbereich, die Vororte sind dann doch eher Chinatown like. Bevor ich jedoch nach Singapur einreiste, hatte ich mir eine Stange Zigaretten gekauft – für schlappe 600 Baht (~15 Euro) – später bemerkte ich dann, das die Einfuhr von Zigaretten nach Singapur verboten ist. Da dies wahrscheinlich eher ein Bagatelldelikt ist, habe ich mich einfach mal dumm gestellt und nichts verzollt. Ein Philippino klärte mich dann aber in Manila auf, das man in Singapore bis zu 50 Singapore Dollar (0,68€) pro Schachtel an der Grenze zahlen muss – d.h. ich hätte knapp 400 Euro Steuern nachzahlen müssen… *Schwein-gehabt* Wusstet ihr, das man in Singapur keine Kaugummis kaufen kann?! 🙂 Abends ging dann der Flieger nach Clark (Philippinen), wo ich mir dann doch etwas Sorgen um eine Schlaflose Nacht Flughafen machte… Mit etwas Rumfragerei gabs dann aber doch einen Bus nach Manila und so kam ich bei Silke in Manila (welche am Vormittag per Thai Airways den Edelflug genossen hatte) morgens um 03:00 Uhr an. Am Folgetag haben wir uns dann auch bereits zum „Taal Volcano“ aufgemacht – zusammen mit einem Philippino und zwei Amerikanern. Die Schifffahrt war ziemlich wackelig in dem kleinen Boot, da ziemlich starker Wind war und wir letzten Endes Pitschnass beim Vulkan mitten im See ankamen. Dort gings dann zu Fuss knapp 30 min. Bergauf und um uns herum qualmten bereits die ersten heißen Schwefelquellen, bis wir vom Kraterrand in den eigentlichen Vulkan gucken konnten – Durchmesser gute 3 – 4 km, inkl. verfaulte Eier-Schwefel Gestank – aber toll! 🙂 Auf dem Rückweg, passierte dann das Unglück: durch den starken Wind wurde immer wieder Staub aufgewirbelt und Silke bekam etwas dabei ins Auge, was wir aber nicht entdecken konnten. Ihre Schmerzen wurden immer stärker im Auge und es schwoll deutlich an, bis wir entschieden dann am Abend noch ins lokale Krankenhaus zu fahren. Nach der schnellsten Trike-Fahrt (ähnlich Riksha) meines Lebens, konnten die ihr aber leider auch nicht weiterhelfen, also gings weiter ins nächste Hospital – auch ohne Erfolg, aber bestellten uns für 08:00 Uhr am nächsten Morgen zum Augenarzt. Meiner Meinung nach, hatte Silke Glück nichts sehen zu können – ich sah uns bereits alle im Hospital nach der Fahrt liegen… Nach einer mehr oder weniger Schlaflosen Nacht gings dann morgens zum Augenärztin, die dann einen winzigen Dreizack-Dorn einer Pflanze aus Silkes Lid entfernte, worauf Silke ihr am liebsten um den Hals gefallen wäre… 🙂 Mir fiel ein Stein vom Herzen und so konnte unsere Tour doch wieder normal weitergehen. Die ganze Zeit über hatte uns Michael, der Philippino über begleitet und geholfen – was eine große Hilfe doch war und einiges erleichterte. Am Mittag sind wir in Batangas angekommen, wo wir mit der Fähre nach Mindoro fahren wollten – was jedoch momentan noch zu unsicher ist, weshalb immer wieder die Fahrt verschoben wurde und wir letzten Endes für einen Nacht hier bleiben, bis wir dann morgen über halb Mindoro per Bus fahren werden um letzten Endes vom Boot abgeholt werden, um dann auf die Privatinsel „North Palan“ zu gelangen. Diese einsame Insel beherbergt ein (!) Hotel und ist die nächste Insel zum Apo Reef, einem der Toptauchspots auf den Philippinen, wo ich hoffe, das wir ein paar schöne Tauchgänge machen können – wenn hoffentlich das Wetter mitspielt…

Taal-Volcano-+-Ole

Taal-Volcano-+-Ole

Category: Philippinen  Comments off